Energiewende: Jetzt E-Autos als Schwarmspeicher nutzen!

istockphoto.com/petovarga
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Vorschlagstext

Eine sichere und bezahlbare regenerative Stromversorgung erfordert den Ausbau lokaler Stromnetze und die Integration von (mobilen) Speichern - noch vor dem Bau neuer Kraftwerke. Dafür muss der Staat entsprechende Regeln und Anreize schaffen.

Der Ausbau von Wind- und Solarkraft ist wichtig für den Erfolg der Energiewende. Er greift aber ins Leere, wenn die Netze zu schwach ausgelegt und kaum Stromspeicher vorhanden sind. Schon jetzt müssen Windkraftwerke und Photovoltaik-Anlagen oft vorübergehend abgeschaltet werden, wenn mehr Strom produziert wird als die Fern- und regionalen Netze aufnehmen können. Deshalb sichern anderswo in Deutschland fossile Kraftwerke mit hohem CO2-Ausstoß die Netzstabilität.

Weiterhin steigt der Bedarf an ökologisch erzeugtem und somit schwankendem Strom durch den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen und E-Autos. Die lokalen Stromnetze und -speicher müssen daher dringend an die schwankende Stromproduktion angepasst werden. Die Erneuerung der Strominfrastruktur muss Vorrang vor dem Bau weiterer Kraftwerke haben. Insbesondere ist ein Ausbau der Speicher nötig. Neue Technologien für hocheffiziente stationäre Speicher sind bereits in Erprobung.

Vor allem aber könnten Millionen zu Hause oder am Arbeitsplatz geparkte Elektroautos als sogenannte Schwarmspeicher, d. h. dezentrale Speicher, genutzt werden. Sie können bei Überfluss im Netz Energie aufnehmen und bei Mangel wiederum ganz schnell einen kleinen Teil der Batterieladung als „Regelleistung“ ins Netz einspeisen. Dafür braucht es neben der Strominfrastruktur sowohl E-Autos wie auch Wallboxen (Ladestationen), die für bidirektionales Laden ausgelegt sind, sodass die Energie in beide Richtungen fließen kann. Die technischen Voraussetzungen hierfür sind in der Norm ISO 15118-20 definiert und in verschiedenen Pilotprojekten praktisch erprobt worden.

Was zu tun ist
 
  • Die regulatorischen Rahmenbedingungen von mobilen Speichern müssen schnell geklärt werden, um Rechtssicherheit zu schaffen.
  • Steuerliche Doppelbelastungen bei Strombezug und Stromeinspeisung sollen ausgeschlossen werden.
  • Finanzielle Erstattung wegen der schnelleren Abnutzung der Batterie durch vermehrte Ladevorgänge sowie Vergütung für die Bereitstellung als Speicher.
  • Förderung der Anschaffung bidirektionaler Wallboxen.
  • Unbürokratische und steuerlich einfache Regelungen für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern bidirektionale Wallboxen bereitstellen.
  • Fahrzeughersteller müssen dazu verpflichtet werden, die Garantiebedingungen für die Antriebsbatterien im Falle netzdienlicher Nutzung kundenfreundlich anzupassen.
  • Diskriminierungsfreien und sehr einfachen Marktzugang für alle Teilnehmer: Netzbetreiber wie auch private Bürger mit E-Auto.
  • Netzbetreiber müssen dazu gebracht werden,
    • den Ausbau der regionalen und lokalen Netze (stärkere Leitungen, stärkere Umspannwerke bzw- stationen) voranzutreiben,
    • die Infrastruktur für die Steuerung bidirektionaler Wallboxen einschließlich geeichter Messsysteme aufzubauen und
    • geeignete E-Autos und bidirektionale Wallboxen zuzulassen.
  • Darüber hinaus auch stationäre netzdienliche Stromspeicher ermöglichen und fördern - für alle potenziellen Marktteilnehmer.
Warum ist das wichtig?

Ausreichende CO2-arme Stromgewinnung durch Wind und Sonne (auch für E-Autos und Wärmepumpen) ist unter dem aktuell bestehenden Stromnetz nicht realisierbar. Daher muss die deutsche Politik in Abstimmung mit der Europäischen Union viel schneller und entschiedener den Ausbau von stationären und mobilen Speichern ermöglichen und fördern!

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2023-06-28

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